[Rezension] Sharon Griffiths – Zeitreisen für Anfänger

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Das Buch, welches in der Mangelwaren-Bücherkiste lag, kaufte ich mir ganz spontan. Allein das Thema „Zeitreisen“ in Romanen gefällt mir sehr gut und somit durfte das Buch mit in den Einkaufswagen.

Es geht um die Journalistin Rosie Harford, welche plötzlich in den fünfziger Jahren aufwacht. Einen Augenblick zuvor war sie – nach einem Streit mit ihrem Partner Will – eigentlich auf den Weg, ein Interview zu führen. Dieses Interview sollte einem Projekt dienen, dem „Fünfziger Jahre Haus“. Kurz vor Ankunft fiel sie jedoch in Ohnmacht. Als sie wieder aufwachte, lag sie in einem ihr unbekannten Zimmer – in einem Haus einer fremden Familie.
Zunächst glaubte sie, dass sie Teilnehmer des Fünfziger-Jahre-Hauses ist, bemerkte jedoch schnell, dass die Zeit, in der sie angelangt ist, immer realer scheint.
Wie sie mit der Zeitreise umgeht und was sie währenddessen für sich lernt, werden in ca. 400 Seiten beschrieben.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, da man es durch den angenehmen Schreibstil flüssig lesen konnte. Zum Teil geschehen Sachen, die man erwartet, zum anderen wird man auf ein paar Seiten überrascht.
Die Protagonistin Rosie finde ich total sympathisch. Sie lebt sich in ihrer neuen Umgebung schnell ein und findet auch schnell Freunde, welche ihren Mitmenschen, z.B. Will und ihre beste Freundin Caz, aus ihrer Ursprungszeit stark ähneln. Gerade die beiden genannten Personen stellen für Rosie ein Hindernis dar, da die beiden in den Fünfzigern ein Paar sind und sogar drei Kinder haben.
Trotz der komplett veränderten Umwelt bleibt sie ihrem Stil und ihren Vorstellungen treu. Dennoch passt sie sich den Menschen der fünfziger Jahre an. Sie macht eine Entwicklung durch, welche sie für das 21. Jahrhundert prägen wird.

Die Umgebungen werden zwar nicht in jeder Einzelheit erklärt, jedoch konnte ich mir bei allen Situationen vorstellen, in welcher Atmosphäre und Gegend Rosie sich gerade befand. Das Hineinversetzen in die Vergangenheit wird einem auf jeden Fall nicht schwer gemacht.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist, dass der Leser ab und zu direkt angesprochen wird, z.B. „Glauben Sie mir, dass ist …“. Ich wäre persönlich gesehen lieber raus gehalten worden – das ist aber eher mein Problemchen. 🙂

Rundum gefiel mir das Buch und kann es an die Leute weiter empfehlen, welche gerne Romane mit der Kombination Romantik und Zeitreisen lesen oder aber auch sich in die Welt der fünfziger Jahre wiederfinden möchten.

4 von 5 Punkten!

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